Reporting für institutionelle Eigentümer: was monatlich zählt

Maximilian Werner3 Min. Lesezeit

Schreibtisch am Fenster am frühen Morgen, eine Person arbeitet an zwei Bildschirmen
Inhalt · 6 Abschnitte
  1. Das Reporting beginnt im Tagesgeschäft
  2. Was in den Monatsbericht gehört
  3. Ein fester Monatsrhythmus
  4. Prüfbar für beide Seiten
  5. Format und Weg nach Ihren Vorgaben
  6. Wie wir das umsetzen

Für institutionelle Eigentümer ist das Reporting die sichtbarste Leistung ihrer Verwaltung. Es entscheidet, ob das Asset-Management dem Investor belastbare Zahlen geben kann oder erst einmal nachfragen muss. Welche Kennzahlen ein Asset-Manager erwartet, haben wir im Beitrag Institutionelle Hausverwaltung: was Asset-Manager anders erwarten beschrieben. Hier geht es um die andere Hälfte: wie ein Reporting jeden Monat pünktlich und richtig entsteht.

Das Reporting beginnt im Tagesgeschäft

Ein Monatsbericht ist kein Dokument, das am Monatsende geschrieben wird. Er ist das Ergebnis von tausenden Buchungen und Vorgängen, die im Laufe des Monats erfasst werden. Stimmt dort die Zuordnung nicht, hilft am Ende keine Formatierung. Drei Dinge müssen deshalb ab dem ersten Tag sitzen:

  • Eine Datenbasis. Stammdaten, Mietverträge, Buchhaltung und Vorgänge greifen auf dieselben Objekte und Einheiten zu. Wer Zahlen aus mehreren Listen zusammenführt, produziert Abweichungen.
  • Kostenstellen und Konten nach Ihrer Logik. Jede Buchung trägt von Anfang an die Kostenstelle und das Konto, das Ihre Finanzbuchhaltung erwartet. Nachträgliches Umschlüsseln kostet Zeit und erzeugt Fehler.
  • Klare Zuständigkeiten. Für jedes Objekt ist festgelegt, wer Belege prüft, wer bucht und wer freigibt.

Was in den Monatsbericht gehört

Die Inhalte richten sich nach Ihren Vorgaben. Bewährt hat sich ein fester Kern, der jeden Monat in derselben Struktur kommt:

  • Bestand und Belegung: Einheiten nach Nutzungsart, Leerstand, Ein- und Auszüge.
  • Mieten und offene Posten: Soll und Ist, Rückstände nach Alter, Stand im Mahnwesen.
  • Kosten nach Kostenstellen: laufende Bewirtschaftung, Instandhaltung, Umlagen.
  • Instandhaltung und Maßnahmen: Budget, Beauftragung und Abrechnung je Objekt.
  • Besonderheiten des Monats: größere Schäden, rechtliche Vorgänge, Entscheidungen, die Ihre Freigabe brauchen.

Dazu kommen Daten, die zunehmend gefragt sind, etwa Verbräuche und Energiekennzahlen. Sie werden zum Beispiel für die Aufteilung der CO2-Kosten nach dem Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz gebraucht und für Sanierungsfahrpläne.

Ein fester Monatsrhythmus

Pünktlichkeit entsteht durch einen festen Ablauf, nicht durch Sondereinsätze am Monatsende:

  1. Stichtag: Bis zum letzten Tag des Monats sind alle Belege erfasst und zugeordnet.
  2. Abgleich: In den ersten Tagen des Folgemonats werden Konten, offene Posten und Kostenstellen abgestimmt.
  3. Prüfung: Automatische Plausibilitätsprüfungen finden Ausreißer, bevor ein Mensch sie im Bericht entdeckt.
  4. Freigabe und Versand: Der Bericht geht zu einem festen Termin raus, zum Beispiel am fünften Werktag, und zwar jeden Monat zum gleichen.

Prüfbar für beide Seiten

Ein gutes Reporting lässt sich prüfen, ohne dass jemand nachfragen muss. Dazu gehören Summen, die sich gegen die Buchhaltung abstimmen lassen, Checksummen bei Datenexporten, damit beide Seiten sehen, dass vollständig übertragen wurde, und eine Dokumentation, die erklärt, woher jede Zahl kommt. Für die Übergabe an Ihre Finanzbuchhaltung bewährt sich ein automatischer Export im vereinbarten Format, etwa als DATEV-Buchungsstapel, statt eines PDFs, das abgetippt werden muss.

Format und Weg nach Ihren Vorgaben

Ob Excel nach Ihrer Vorlage, ein Datenexport für Ihr eigenes Business-Intelligence-Werkzeug oder ein Dashboard mit tagesaktuellen Zahlen: Das Format folgt Ihrem Prozess, nicht dem System der Verwaltung. Genauso wichtig ist, wie schnell zusätzliche Auswertungen kommen. Wenn ein Investor kurzfristig eine Frage stellt, sollte die Antwort Stunden dauern, nicht Wochen.

Wie wir das umsetzen

Bei der Übernahme von rund 70 Standorten für advita haben wir alle 13.000 Sollstellungen des ersten Monats vor dem ersten Einzug geprüft, und der Export in die Finanzbuchhaltung läuft seit dem ersten Lauf automatisch. Mehr dazu in der Referenz advita. Wie wir Reporting, Schnittstellen und Abläufe für große Bestände aufsetzen, beschreibt unsere Seite zur Portfolioverwaltung. Für ein Gespräch über Ihre Anforderungen: Gespräch anfragen.

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